Köln, im Mai 2003
17888V.Ko/Btz/2.1744.9

E r g e b n i s p r o t o k o l l

Projekt DSD 2003 zum Thema "Abfallwirtschaft und Schule/Agenda 21 - Fortbildung für eine nachhaltige Entwicklung"
- Statustreffen

Zeit: 25. Mai 2003, 10.30 - 15.00 Uhr

Ort: SCIENTIFIC CONSULTING/Köln

Teilnehmer: Jörg Bergedick, Städt. Gymnasium Kreuzgasse Köln
Clemens Birkner, Städt. Gymnasium Kreuzgasse Köln
Philipp Braun, Friedrich-Hecker-Gymnasium Radolfzell
Helmut Cremer, Städt. Gymnasium Kreuzgasse Köln
Walter Janka, Staatl. Berufsschule Neumarkt i.d.OPf.
Dr. Ingrid Kandler, Friedrich-Hecker-Gymnasium Radolfzell
Hartmut Koch, SCIENTIFIC CONSULTING Köln
Dr. Claus Rink, UDS Stahl/BUG
Peter Schäfer, Alfred-Delp-Schule Dieburg
Peter Seidel, Heinrich-Hertz-Oberschule Berlin
Uwe Till, BBS 22 Höfestraße Hannover
Hans-Dieter Weiß, Alfred-Delp-Schule Dieburg

------------------------------------------------------

Die Veranstaltung verlief nach Tagesordnung.

Alle sechs Schulteams waren anwesend (siehe Teilnehmerliste).

Die Vorstellung der jeweiligen Arbeitsstände durch die Vertreter der Schulteams erfolgte unter Berücksichtigung der im Kick-Off-Meeting vereinbarten Vorgaben:

Schulteam 1/Staatl. Berufsschule Neumarkt/Lehrkräfte: Walter Janka [Projektleiter] und Frau S. Kiefl; Partner, u.a.: Ökobrauerei Lammsbräu Neumarkt; Thema Aufgabe 1: Erstellung eines „Rezepts“ zur nachhaltigen Abfallwirtschaft der Berufsschule Neumarkt; Thema Aufgabe 2: Pädagogischer Transfer zwischen einer nachhaltigen Abfallwirtschaft einer Berufsschule und der nachhaltigen Abfallwirtschaft im Unternehmen/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Arbeit von „Öko-Managern“, Abfallquiz/Lernzirkel, Spezifizierung von Abfällen, die im Rahmen verschiedener Ausbildungsgänge anfallen

Schulteam 2/Justus-von-Liebig-Schule Hannover (ehemals BBS 22 Höfestrasse Hannover)/Lehrkräfte: Uwe Till [Projektleiter] und Petra Kaske; Partner, u.a.: DSD AG, Riha WeserGold Rinteln; Thema Aufgabe 1: Abfallkonzept in der Justus-von-Liebig-Schule Hannover; Thema Aufgabe 2: Hochwertiges Kunststoffrecycling „Flasche zu Flasche“ am Beispiel der PET-Getränkeflasche/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Betrachtung der Kosten-Nutzen-Relation über die (engere) schulische Perspektive hinaus, Umgang mit gefährlichen Abfällen

Schulteam 3/Alfred-Delp-Schule Dieburg/Lehrkräfte: Peter Schäfer/Hennes Weiß [Projektleitung], Petra Dielmann und Petra Grimm; Partner, u.a.: Studienseminar Darmstadt; Thema Aufgabe 1: Erstellung eines „Rezepts“ zur nachhaltigen Abfallwirtschaft an der Alfred-Delp-Schule Dieburg; Thema Aufgabe 2: Entwicklung von Lernspiralen zum Thema „Modelle für eine Abfallentsorgung in der Schule“/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Rollenspiel „Müllgipfel“, Integration in die Lehreraus- und –fortbildung, Einsatz der neuen Medien

Schulteam 4/Gymnasium Kreuzgasse Köln/Team: Clemens Birkner [Projektleitung], Jörg Bergedick und Herr Woltersdorf; Partner, u.a.: DSD AG; Thema Aufgabe 1: Nachhaltige Verbesserung der Abfallsituation am Gymnasium Kreuzgasse Köln; Thema Aufgabe 2: Stand der Mülltrennung/-entsorgung in einer französischen Partnerschule des Gymnasiums Kreuzgasse/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Einsatz der neuen Medien für Sensibilisierungs-/Informationszwecke, Kartierung von Müll, Modellprojekt mit DSD/Entsorger - Aufzeigen von neuen Wegen der Zusammenarbeit

Schulteam 5/Heinrich-Hertz-Oberschule Berlin/Projektleiter: Peter Seidel; Partner, u.a.: DASS (Entsorger); Thema Aufgabe 1: Erstellung eines „Rezepts“ zur nachhaltigen Abfallwirtschaft an der Heinrich-Hertz-Oberschule Berlin; Thema Aufgabe 2, Besonderheiten, Problemfelder und unterschiedliche Herangehensweisen der Abfallwirtschaft in ausgewählten Siedlungsformen/Regionen Berlins/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Praktische Auswertungen (Analyse des Müllaufkommens), Qualifizierung der Reinigungskräfte, Quiz zum Thema Abfallentsorgung, Ansatz zur möglichst breiten Integration von Kolleginnen/Kollegen aus verschiedensten Unterrichtsfächern.

Schulteam 6/Friedrich-Hecker-Gymnasium Radolfzell/Projektleiterin: Dr. Ingrid Kandler/ Thema Aufgabe 1: Nachhaltige Abfallwirtschaft am Friedrich-Hecker-Gymnasium/Ist-Analyse – Sollzustand – Vorschläge zur Umsetzung; Thema Aufgabe 2: Mülltrennung/Abfallentsorgung auf Campingplätzen am Bodensee/Statusbericht

Interessante Aspekte im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: Einbindung der Schule/des Schulprojekts in einen derzeit laufenden Öko-Audit, eingehende Kostenbetrachtungen (welche Einsparmöglichkeiten bestehen für Schule/Schulträger), Erkundung des Vorwissens zum Thema Abfall/Mülltrennung durch Befragungen im Kindergarten.


Zwischenbilanz: Es wurde festgehalten, dass die Materialbasis für die geplante Fortbildung deutliche Konturen angenommen hat. Die vorgestellten Ansätze bieten eine ausgezeichnete Basis für das Erreichen der gesteckten Ziele.

Bei der Bearbeitung des (für alle Teams im wesentlichen gleichen) Themas 1 sind in allen Schulteams Ansätze entstanden, die trotz unterschiedlicher Ausgangslagen, Rahmenbedingungen, etc. zum Teil große Ähnlichkeiten aufweisen. Das gilt insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung bei der Erfassung des Ist-Zustandes zur Abfallsituation. Bei der weiteren Ausarbeitung zu diesem Themenkomplex 1 sollen daher zwei Punkte Berücksichtigung finden:

  • Die für die Teams bestehende Ausgangslage/der jeweilige Rahmen sollte deutlich umrissen werden, so dass die Teilnehmer an den Fortbildungen im Herbst und die weiteren Nutzer des entstehenden Online-Angebotes entsprechende Zuordnungen (ggf. auch in der Übertragung auf ihre eigene Situation) vornehmen können.
  • Die in der ersten Bearbeitungsphase erkennbar gewordenen „Besonderheiten“ in den einzelnen Bearbeitungen sollten in den kommenden Arbeitsschritten betont und weiter ausgeführt werden. Nach Abstimmung im Kreis der Teams wurde folgende Aspekte vereinbart:
    • Schulteam 1: Arbeit von „Öko-Managern“ in den Klassen (Aufgaben, etc.).
    • Schulteam 2: Betrachtung der Kosten-Nutzen-Relation über die (engere) schulische Perspektive hinaus.
    • Schulteam 3: Rollenspiel „Müllgipfel“ (Lernspiralen).
    • Schulteam 4: Kartierung von Müll.
    • Schulteam 5: Ansatz zur möglichst breiten Integration von Kolleinnen/Kollegen aus verschiedensten Unterrichtsfächern.
    • Schulteam 6: Einbindung der Schule/des Schulprojekts in einen derzeit laufenden Öko-Audit.

Diese Spezifizierungen sind unabhängig von der Bearbeitung der Themenfelder 2.

Alle Schulteams berichteten darüber, dass die Arbeit am Projekt „Abfallwirtschaft und Schule“ starke Beachtung findet/wahrgenommen wird (von Schülerinnen/Schülern, Schulleitung, Schulträger, Presse, etc.). Dieser „Schwung“, da war sich der Kreis einig, sollte unbedingt genutzt werden.

Herr Koch wies noch einmal darauf hin, dass die Initiatoren gern dabei helfen, den Kontakt zu den Entsorgern vor Ort herzustellen bzw. zu vertiefen. Er betonte noch einmal, dass Gespräche mit den Entsorgern zur Bearbeitung der Aufgabenfelder 1 gehören.

Im Hinblick auf den Austausch zum Stand der Arbeiten bzgl. der Projekt-WebSite, zum Aspekt Verbreitung sowie zur Planung der Workshops wurden folgende Ergebnisse festgehalten:

Stand der Arbeiten bzgl. der Projekt-WebSite: Herr Cremer wies noch einmal auf wichtige Randbedingungen und Anforderungen für die Bereitstellung der Arbeitsergebnisse durch die Teams hin.

  • Alle Teams, die ihre Ergebnisse in Form von HTML-Dateien erstellen möchten, können dieses tun, voraussgesetzt:
    • sie setzen die bereitgestellten stylesheets konsequent ein.
    • sie bauen ihre Module ohne „absolute Links auf“/arbeiten ausschließlich mit „relativen Links“. Weiter dürfen die übermittelten Dateien/aufgebauten Seiten nur aktive („lebende“) Seiten umfassen (eine Suche im Gesamtbestand der Site/der CD-ROM, die auch „tote Seiten“ (die Links zu diesen Seiten wurden im Laufe der Bearbeitung durch die Schulteams „gekappt“, die Daten sind jedoch noch vorhanden) umfasst, würde ansonsten zu Irritationen führen. In diesem Zusammenhang berichtete Herr Cremer darüber, das aufgrund von Mängeln in diesen beiden Feldern erheblicher Mehraufwand entstehen kann, den es unbedingt zu vermeiden gilt.
  • Alternativ können auch „Rohdaten“ (Word, Excel... - ohne Formatierung) an MSC/SC übermittelt werden. Zusätzlich zu diesen Rohdaten muss jedoch ein „Leitfaden“ mitgeliefert werden, aus dem sich eindeutig Strukturen, Text- und Bildpositionen, Haupt- und Zwischenüberschriften, usw. ergeben.

Im Hinblick auf den Aspekt Verbreitung führte Herr Dr. Rink aus, dass die Teams Möglichkeiten zur Bekanntmachung/Verbreitung der erstellten Materialien/des Projekts nutzen sollten. Imagewerbung sei im Rahmen des Projektes erwünscht.

Hilfestellung hierfür steht zum Teil bereits zur Verfügung (Kurzbeschreibung der Projektidee zu „Abfallwirtschaft und Schule“ (http://www.abwi-schule.de) bzw. werden in Kürze von SC bzw. UDS zur Verfügung gestellt.

Zur Planung der Workshops wurde die Verteilung (Schulteam-Termin) wie folgt vorgenommen:
• 19.09.2003 Schulteam 1/Herr Janka
• 26.09.2003 Schulteam 5/Herr Seidel
• 10.10.2003 Schulteam 2/Herr Till
• 14.11.2003 Schulteam 4/Herr Bergedick, Herr Birkner
• 28.11.2003 Schulteam 3/Herr Schäfer, Herr Weiss
• 05.12.2003 Schulteam 6/Frau Dr. Kandler

In der anschliessenden Diskussion über Fragen der weiteren Vorgehens-weise/Terminplanung, usw. wurde folgendes festgehalten:

  • Teilnehmerkreis für die geplanten Fortbildungen: Herr Koch berichtete kurz über den Stand der Ansprache von Multiplikatoren/Partnern für die anstehenden Fortbildungen. Alle bisher angesprochenen Stellen/Personen (Schulaufsicht, Studienseminare, Kolleginnen/Kollegen) haben sehr positiv reagiert.
  • Alle Schulteams sind aufgerufen, die Namen von wichtigen Multiplikatoren und Interessenten baldmöglich an SC zu übermitteln (Nutzung der jeweiligen „Netzwerke“). Die Teilnahme an den Workshops ist unentgeltlich, die Fahrtkosten werden übernommen (bei Anmeldung werden 50 € fällig, die am jeweiligen Workshop jedoch wieder zurückgegeben werden – „Disziplinierung“ der Anmeldung/Verbesserung der Planbarkeit).
  • Herr Dr. Rink wies darauf hin, dass die Termine der Workshops nicht mehr verschoben werden können! Gleiches gilt für die weiteren Termine der Materialerstellung. Herr Koch betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass die vereinbarten/gesetzten Termine (Abgabe der Materialien für die einzelnen Module bis spätestens Mitte August 2003!) unbedingt eingehalten werden müssen.
  • Herr Koch wird in den kommenden Wochen bilateral mit allen Schulteams sprechen und die individuellen „Fahrpläne“ abstimmen (Zwischenschritte/Termine für wichtige weitere Teillieferungen, Formate, etc.).
  • SC wird bis Anfang Juni ein Ergebnisprotokoll verfassen und rundmailen. Die Teams übermitteln die anlässlich des Statustreffens vorgestellten Zwischenstände (per eMail, ftp oder CD-ROM) bis Ende Mai an SC. SC wird die entsprechenden Dateien in das Ergebnisprotokoll integrieren (elektronisch, per Link).
  • SC/UDS werden DSD Ende Mai/Anfang Juni über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren.
  • Herr Koch bat alle Schulteams noch einmal darum, das Peer Reviewing zu verstärken.


(Hartmut Koch)